Alessandro Ciciliati

Die traditionsreiche und geschichtlich bedeutende Stadt Ferrara hat in den letzten Jahrhunderten große Geigenbauer Persönlichkeiten wie Luigi und Giuseppe Marconcini, Alessandro Mezzadri und Ettore Soffritti hervorgebracht. Sie haben einen unverkennbaren stilistischen Ausdruck im Geigenbau geprägt, der in aller Welt große Wertschätzung erfährt. 

Alessandro Ciciliati

Zwanzig Jahre nach dem Tod des letzten Vertreters der "Ferrareser Schule" widmet Alessandro Ciciliati sich der Wiederbelebung ihrer Tradition und konzentriert sich auf die Erzeugung von Produkten, die die Faszination des Stiles der Vergangenheit wiederaufleben lassen und zugleich den Bedürfnissen des modernen Musikers entsprechen. Alessandro Ciciliati bevorzugt die Modelle der Ferrareser Schule von Ettore Soffritti, dem er sich als direkter Nachfolger verbunden fühlt. Seine kontinuierliche Forschung (in Zusammenarbeit mit international bekannten Geigenbauern) im Bereich der Akustik hat zur Entwicklung eines regelrechten rationalen Konstruktionsprinzips geführt, das als Konstante einen kraftvollen und zugleich weichen und tragenden Klang zum Ergebnis hat. Dank der besonderen Aufmerksamkeit bei der Wahl des Holzes (durchschnittlich 15-25 Jahre gelagert), der Pflege der Details (zum Beispiel der Schneckenwindungen, der Einlagespitzen, des Schnittes der ff-Löcher, der Verrundung und des weichen Schwungs der Ränder und Ecken, und der akustischen Qualitäten mit ihrem starken Charakter) wie auch der Ausdruckskraft von Form und Lack werden seine Arbeiten besonders im Ausland von bedeutenden Orchestern und Kammerensembles geschätzt.